Commissaire Chevalier ermittelt an der Atlantikküste
Ein ruhiger Morgen, salzige Luft, Austernbänke vor La Rochelle – und plötzlich ein Todesfall auf hoher See. Was nach einem tragischen Unfall klingt, entpuppt sich in Trügerisches La Rochelle von Jean-Claude Vinet schnell als deutlich komplexer.
Meine Bewertung: 9 von 10 Punkten.
Worum geht es?
Commissaire Chevalier hilft seinem Schwager an der Küste, als ihn ein Einsatz erreicht, der alles andere als gewöhnlich ist. Auf einem Installationsschiff eines Offshore-Windparks ist ein Mann ums Leben gekommen.
Die Bedingungen:
heftiger Seegang, eine abgeschottete Crew und ein Toter, der offensichtlich nicht besonders beliebt war.
Was zunächst wie ein Unfall wirkt, entwickelt sich schnell zu einem Mordfall – und das Besondere daran:
Der Täter befindet sich noch an Bord.
Ein klassisches Kammerspiel auf See beginnt.
Spannung, die trägt – von der ersten bis zur letzten Seite
Was diesen Krimi besonders macht, ist seine Atmosphäre. Man spürt das Meer, den Wind, die Enge auf dem Schiff und die unterschwellige Spannung innerhalb der Crew.
Die Schauplätze sind so beschrieben, dass man sich alles sehr gut vorstellen kann:
- das Installationsschiff mitten im Atlantik
- die Küstenlandschaft rund um La Rochelle
- die Orte, an denen Chevalier ermittelt
Diese klare, greifbare Kulisse trägt die Geschichte und macht sie lebendig.
Wendungen, die man nicht kommen sieht
Der Fall entwickelt sich Schritt für Schritt – und genau das macht ihn so spannend.
- Es gibt immer wieder neue Hinweise
- die Verdächtigen verändern sich
- die Motive bleiben lange im Dunkeln
Und das Beste:
Man glaubt zwischendurch immer wieder, man hätte die Lösung – nur um kurz darauf eines Besseren belehrt zu werden.
Der Täter bleibt bis zum Schluss nicht vorhersehbar, und genau das erwarte ich von einem guten Krimi.
Commissaire Chevalier – mehr als nur ein Ermittler
Parallel zur eigentlichen Ermittlung erfährt man auch mehr über Chevaliers Privatleben. Diese Einblicke sind dezent eingebaut und stören den Lesefluss nicht.
Im Gegenteil:
Sie wirken wie eine leise Vorbereitung auf kommende Entwicklungen in den nächsten Bänden und geben der Figur zusätzliche Tiefe.
Ein Krimi mit starker Balance
Was mir besonders gefallen hat, ist die Balance des Romans:
- Spannung und Atmosphäre
- Ermittlungsarbeit und persönliche Ebene
- klare Handlung ohne unnötige Umwege
Der Autor verliert sich nicht in Nebenschauplätzen, sondern bleibt konsequent bei der Geschichte – und genau das sorgt für ein durchgehend hohes Tempo.
Fazit: Spannend, atmosphärisch und klug aufgebaut
Trügerisches La Rochelle ist ein Krimi, der seine Stärken genau kennt: eine dichte Atmosphäre, ein klares Setting und eine Handlung, die bis zum Schluss fesselt.
Fazit:
Ein spannender Küstenkrimi mit überraschenden Wendungen, glaubwürdigen Figuren und einer starken Ermittlerfigur.
Von mir gibt es 9 von 10 Punkten – und eine klare Empfehlung für alle, die Krimis mit Atmosphäre und kluger Spannung mögen.
Ein herzliches Dankeschön an den Lübbe Verlag, der mir Trügerisches La Rochelle vorab freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
Meine Meinung bleibt davon selbstverständlich unbeeinflusst – umso mehr habe ich mich über die Möglichkeit gefreut, diesen atmosphärischen Küstenkrimi lesen und besprechen zu dürfen. Der Roman erscheint am 02. 03. 2026
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