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Interview mit Pete Q Muller

Zusammenfassung:

  • Der Autor begann früh zu schreiben und hat sich auf einfache, verständliche Texte spezialisiert.
  • Neue Geschichten entstehen bei ihm oft aus Ideen, die eine Entwicklung bis zum Ende durchlaufen.
  • Persönliche Erfahrungen fließen in seine Bücher ein, da er über Themen schreibt, die er selbst erlebt hat.
  • Schreibblockaden hat der Autor bisher nicht erlebt, da er konstant an Projekten arbeitet und reflektiert.
  • Aktuell arbeitet er an einem Roman über Freundschaft und Rockmusik, der autobiografische Elemente enthält.

Die Kurzfassung kennst du jetzt – nun geht es ins Detail. Ich wünsche dir viel Freude beim Lesen!

Was hat dich ursprünglich dazu inspiriert, mit dem Schreiben zu beginnen?

Geschrieben habe ich schon immer. Das fing mit Schülerzeitschriften an und endete in meinem Berufsleben als Marketing-Direktor mit technischen Fachbeiträgen und Werbetexten. Mir gefällt die Herausforderung, komplexe Sachverhalte leicht verständlich darzustellen und einfache Texte anspruchsvoll zu formulieren, sodass der Leser  sich gerne auf meine Themen einlässt.

Wie entsteht bei dir eine neue Geschichte – beginnt sie eher mit einer Idee, einer Figur oder einer bestimmten Szene?

Eine neue Geschichte beginnt bei mir immer mit der Idee. Mit einem konkreten Anfang und einem voraussichtlichen Ende. Dann lasse ich der Entwicklung ihren freien Lauf und bin manchmal überrascht, wie alles endet. Bei Q-FINITY habe ich mich zunächst gefragt, unter welchen Voraussetzungen es beispielsweise möglich sein könnte, Daten rückwärts in der Zeit zu ändern. Dann habe ich mich mit  Einstein, der Gravitation und zuletzt mit der Quantenphysik beschäftigt. Dadurch konnte ich einen fiktiven Ansatz ableiten, den ich dann bis zum Ende der Geschichte durchgehalten habe. Die Figuren der Geschichte sind nach und nach aufgetaucht und haben das Gesamtwerk getragen. Kendra war ursprünglich ein Mann. Dann erschien mir die Nähe zu Elon Musk zu eindeutig, sodass sie weiblich wurde, was mir dann wiederum eine Vielzahl an Möglichkeiten eröffnet hat.

Welche Rolle spielen persönliche Erfahrungen in deinen Büchern?

Ich greife immer nur auf persönliche Erfahrungen zurück. Wenn ich über das Geschäftsleben oder das Marketing schreibe, dann weil ich das ein Leben lang gemacht habe. Wenn ich einen Segeltörn beschreibe, deshalb, weil ich einen Segelschein habe, Schach, weil ich weiß, wie man Schach spielt und die Orte die ich beschrieben habe, kenne ich aus eigener Anschauung.

Wie gehst du mit Schreibblockaden oder kreativen Tiefphasen um?

Habe ich beides bisher noch nicht erlebt. Wenn ich mit einem Projekt beginne, füllt mich das 24/7 aus und ich denke immer wieder darüber nach, reflektiere oder nehme neue Ideen auf. Jeden Tag! Die lasse ich dann nach und nach in die Geschichten einfließen. Und wenn es an einem Tag einmal nicht so gut läuft, lasse ich los und mache am nächsten Tag weiter.

Gibt es eine Figur aus deinem Werk, mit der du dich besonders verbunden fühlst – und warum?

Das ist Nash! Den habe ich genau so persönlich gekannt. Leider musste ich ihn vor einigen Jahren gehen lassen.

Wie sieht dein typischer Schreiballtag aus? Hast du feste Routinen?

Die einzige Schreibroutine, die ich habe, ist, dass ich eine professionelle Umgebung brauche. Ich muss das in meinem Arbeitszimmer oder meinem Büro machen. Nicht am Küchentisch, in einem Café oder während einer Reise. Wenn ich kreativ bin, schreibe ich ohne Ablenkung, wenn ich überarbeite oder korrigiere, höre ich auch schon einmal Musik der 70er.

Welche Autoren oder Werke haben deinen Schreibstil am meisten geprägt?

Das ist eine schwierige Frage, weil ich mich nicht absichtlich an einem Schreibstil orientiere. Gleichwohl gibt es natürlich viele Autoren, die mich sehr beeindruckt haben. An erster Stelle möchte ich Friedrich Schiller nennen, dessen Wortgewalt mich jeden Tag beeindruckt. Das ist für mich der Elvis unter den Autoren. Ansonsten lese ich alles, was gut ist. Ken Follett ebenso wie Harry Potter. John Irving, Frederick Forsyth, John Grisham, Greg Iles, Rebecca Gablé aber auch so bewegende Liebesgeschichten wie die Outlander-Reihe. Solange es gut ist, bin ich dabei. Wenn mich ein Buch allerdings nicht packt, lege ich es auch wieder weg.

Was war die größte Herausforderung bei deinem bisherigen Projekt?

Die größte Herausforderung war es, ein Ende zu finden, das der Idee der intertemporalen Kommunikation gerecht wird, ohne auf den einfachen Ausweg ‚Es war alles nur ein Traum‘ zurückzugreifen.

Welche Botschaft oder welches Gefühl möchtest du deinen Lesern mitgeben?

Wenn ich persönlich lese, möchte ich unterhalten werden und die Möglichkeit haben zu reflektieren und zu interpretieren. Das ist bei Folletts „Never“ ebenso möglich wie bei „Garp“ oder bei „Harry Potter“. Wenn ich annähernd so etwas bewirken kann, bin ich sehr zufrieden.

Woran arbeitest du aktuell – und worauf dürfen sich deine Leser in Zukunft freuen?

Aktuell arbeite ich an „Boomers Live – Die frühen Jahre“, einem  Roman über Freundschaft, erste Liebe, Rockmusik und den Aufbruch einer ganzen Generation. Tatsächlich ist ein Dreiteiler geplant, der in den Siebzigerjahren beginnt und in unserer Zeit endet. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus aktuellem Zeitgeschehen und persönlichem Erleben meiner Protagonisten und ihrer Kinder. Das ist ein sehr autobiografisches Projekt, ohne dass man erkennen kann, wer der Autor sein könnte.

Zum Buch Q-FINITY: Die Zeit findet einen Weg findest du hier meine Rezension.

Wenn du das Buch gleich kaufen möchtest, gelangst du hier direkt zur Buchseite auf Amazon.

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