Zusammenfassung:
- „Falsches Spiel: Ein Wirtschaftskrimi“ von Ralph Peter bietet eine spannende Mischung aus Intrigen, Machtkämpfen und persönlichen Beziehungen.
- Die Geschichte folgt Tom Hardy, einem Manager, der mit seinen Ideen Widerstand im Unternehmen erntet und in eine Kriminalgeschichte verwickelt wird.
- Der technische Einstieg kann herausfordernd sein, sollte Leser aber nicht abschrecken, da die Handlung später stark an Fahrt gewinnt.
- Nelli de la Vega, die Freundin des Opfers, wird als starke Figur dargestellt, die den Fall auf eigene Weise vorantreibt.
- Das Buch endet etwas abrupt, doch insgesamt bleibt ein positiver Eindruck; die Geschichte erhält eine Note von 8 von 10 Punkten.
Die Kurzfassung kennst du jetzt – nun geht es ins Detail. Ich wünsche dir viel Freude beim Lesen!
Buch als Rezensionsexemplar erhalten
Bewertung: 8 von 10 Punkten
Intrigen, Machtkämpfe, toxische Beziehungen und ein Unternehmen, in dem offenbar nicht jeder möchte, dass Veränderungen tatsächlich umgesetzt werden – „Falsches Spiel: Ein Wirtschaftskrimi“ von Ralph Peter klang für mich nach einer interessanten Mischung. Die Geschichte hat mich dann auch schnell neugierig gemacht und im weiteren Verlauf richtig gefesselt.
Ob ich das Buch selbst unbedingt als klassischen Wirtschaftskrimi bezeichnen würde, weiß ich allerdings nicht. Natürlich spielt die Handlung in einem Unternehmen und geschäftliche Interessen sind ein wichtiger Teil der Geschichte. Für mich entwickelt sich daraus aber zunehmend eine Kriminalgeschichte, bei der Intrigen, persönliche Motive und die Frage, wer eigentlich welches Spiel spielt, stärker in den Vordergrund rücken. Das ist für mich aber keineswegs negativ – entscheidend ist schließlich, ob die Geschichte funktioniert. Und das tut sie größtenteils sehr gut.
Worum geht es in „Falsches Spiel“?
Tom Hardy ist ein junger, ehrgeiziger Manager bei der run GmbH. Er entwickelt eine Strategie, mit der das Systemhaus wieder auf Wachstumskurs gebracht werden soll. Die Gesellschafter brauchen dringend neue Erfolge und auch viele seiner Kolleginnen und Kollegen lassen sich von Toms Fachwissen und seiner Motivation anstecken.
Doch nicht jeder ist mit dieser Entwicklung zufrieden.
Schon bald zeigt sich, dass hinter den Kulissen eigene Interessen verfolgt werden. Macht, Abhängigkeiten und persönliche Beziehungen spielen eine immer größere Rolle, und aus den zunächst geschäftlichen Problemen entwickelt sich ein Spiel, bei dem längst nicht mehr mit offenen Karten gespielt wird.
Der technische Einstieg verlangt etwas Aufmerksamkeit
Gerade am Anfang merkt man deutlich, dass die Geschichte in einem Systemhaus spielt. Es fallen einige Begriffe aus der Computer- und IT-Welt, bei denen es sicherlich hilft, wenn man zumindest ein wenig technisches Grundwissen mitbringt.
Wer sich damit weniger auskennt, könnte zunächst das Gefühl bekommen, dass die Geschichte sehr technisch wird. Mein Tipp wäre aber ganz klar: Nicht davon abschrecken lassen und das Buch nicht vorschnell zur Seite legen.
Nach diesem Einstieg rückt die eigentliche Kriminalgeschichte immer stärker in den Mittelpunkt, und ab diesem Punkt hat mich das Buch deutlich mehr gepackt. Für mich war der technische Anteil am Anfang deshalb einer der Gründe, warum es nicht ganz für eine noch höhere Bewertung gereicht hat. Gleichzeitig passt er natürlich zum beruflichen Umfeld der Handlung und sorgt dafür, dass die Firma nicht einfach nur irgendeine austauschbare Kulisse bleibt.
Wirtschaftskrimi? Für mich eher eine Kriminalgeschichte im Unternehmensumfeld
Der Untertitel bezeichnet das Buch ausdrücklich als Wirtschaftskrimi. Für mich persönlich trifft diese Bezeichnung nur teilweise zu.
Natürlich dreht sich vieles um Unternehmensstrategien, Hierarchien, geschäftliche Interessen und Machtverhältnisse. Trotzdem hatte ich beim Lesen eher das Gefühl, einen Kriminalroman zu lesen, der eben in der modernen Geschäftswelt angesiedelt ist.
Gerade nachdem die Handlung Fahrt aufgenommen hat, stehen für mich weniger wirtschaftliche Zusammenhänge als vielmehr Manipulation, persönliche Abhängigkeiten, Intrigen und die Suche nach der Wahrheit im Vordergrund.
Das hat meinem Lesevergnügen allerdings überhaupt nicht geschadet. Im Gegenteil: Die Mischung funktioniert gut und macht die Geschichte auch für Leser interessant, die normalerweise nicht gezielt nach Wirtschaftskrimis greifen.
Wenn hinter der Bürotür ganz andere Interessen warten
Besonders gelungen fand ich, wie sich nach und nach zeigt, dass beruflicher Erfolg nicht zwangsläufig bedeutet, dass sich alle darüber freuen.
Tom bringt Ideen ein, motiviert andere und möchte das Unternehmen voranbringen. Genau damit scheint er aber Interessen zu berühren, die besser unangetastet geblieben wären. Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto deutlicher wird, wie schnell aus beruflichem Konkurrenzdenken etwas wesentlich Gefährlicheres entstehen kann.
Dabei geht es nicht nur um Karriere oder Geld. Persönliche Beziehungen, Loyalitäten und Abhängigkeiten spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Manche Menschen unterstützen einander, andere verfolgen eigene Ziele und bei einigen weiß man lange nicht genau, auf welcher Seite sie eigentlich stehen.
Diese Mischung hat für mich gut funktioniert und sorgt dafür, dass man wissen möchte, wer tatsächlich welches Spiel spielt.
Nelli de la Vega hat mir besonders gefallen
Achtung, ab hier ein kleiner Spoiler.
Eine Figur, die mir besonders gut gefallen hat, ist Nelli de la Vega, die Freundin des Opfers. Sie wartet nicht einfach darauf, dass andere den Fall lösen, sondern versucht auf ihre eigene Art herauszufinden, was tatsächlich passiert ist.
Gerade diese Eigeninitiative fand ich sympathisch. Nelli bringt Bewegung in die Geschichte und geht dabei nicht unbedingt den Weg, den professionelle Ermittler wählen würden. Dadurch bekommt der Fall noch einmal eine persönlichere Ebene.
Sie handelt nicht einfach aus Neugier, sondern weil sie eine direkte Verbindung zum Opfer hat. Das macht ihre Motivation nachvollziehbar und sorgt dafür, dass man ihren Weg durch die Geschichte gerne verfolgt.
Für mich war sie deshalb eine der Figuren, die dem Roman besonders gutgetan haben.
Spannung ohne ständige Action
Falsches Spiel lebt für mich nicht davon, dass auf jeder zweiten Seite etwas Spektakuläres passiert. Die Spannung entsteht vielmehr aus den Beziehungen zwischen den Figuren und der Frage, wem man eigentlich vertrauen kann.
Gerade in einem Unternehmen können Macht und Einfluss auf viele verschiedene Arten ausgeübt werden. Entscheidungen werden hinter verschlossenen Türen getroffen, Informationen zurückgehalten und persönliche Abhängigkeiten ausgenutzt.
Ralph Peter macht daraus ein zunehmend undurchsichtiges Geflecht, bei dem man als Leser versucht herauszufinden, wer nur seine Karriere retten möchte und wer wesentlich weiter gehen würde.
Dadurch entwickelt die Geschichte einen guten Sog, sobald der kriminalistische Teil richtig begonnen hat.
Das Ende kam mir etwas zu abrupt
Mein zweiter größerer Kritikpunkt betrifft das Ende.
Nachdem sich die Handlung über längere Zeit aufgebaut hatte, ging es mir zum Schluss etwas zu schnell. Ich hätte gerne noch ein wenig mehr darüber gelesen, welche Konsequenzen die Ereignisse für einige der Beteiligten haben.
Vor allem bei den Personen ganz oben in der Hierarchie hatte ich das Gefühl, dass durchaus noch Stoff vorhanden wäre. Vielleicht gibt es irgendwann eine Fortsetzung, in der auch dort noch genauer hingeschaut wird. Das würde mich jedenfalls interessieren.
So blieb bei mir am Ende ein kleines Gefühl von: Da hätte noch etwas kommen dürfen.
Mein Fazit zu „Falsches Spiel“
„Falsches Spiel: Ein Wirtschaftskrimi“ von Ralph Peter hat mich nach einem etwas technischeren Einstieg zunehmend gefesselt. Wer mit IT-Begriffen wenig anfangen kann, sollte sich von den ersten Kapiteln nicht abschrecken lassen, denn anschließend entwickelt sich eine spannende Kriminalgeschichte rund um Intrigen, Macht, Manipulation und persönliche Abhängigkeiten.
Ob ich das Buch selbst als typischen Wirtschaftskrimi einordnen würde, sei dahingestellt. Für mich ist es eher ein Kriminalroman im Unternehmensumfeld – und das funktioniert ausgesprochen gut.
Besonders gefallen hat mir Nelli de la Vega, die den Fall auf ihre ganz eigene Weise vorantreibt und dadurch eine persönliche Dynamik in die Geschichte bringt. Etwas weniger überzeugt haben mich der technische Einstieg und das für meinen Geschmack recht abrupte Ende.
Trotzdem überwiegt klar der positive Eindruck. Die Story hat mich gepackt, die Intrigen funktionieren und gerade die Frage, wie weit Menschen für Macht, Karriere oder den eigenen Vorteil gehen, sorgt für genügend Spannung.
Meine Bewertung: 8 von 10 Punkten
Ein spannender Roman über Machtkämpfe, falsche Loyalitäten und gefährliche Interessen hinter scheinbar ganz normalen Bürotüren. Wer nach dem technischen Einstieg dranbleibt, wird mit einer fesselnden Kriminalgeschichte belohnt.
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar
Mein herzlicher Dank gilt Ralph Peter, der mir ein Rezensionsexemplar von Falsches Spiel: Ein Wirtschaftskrimi zur Verfügung gestellt hat.
Ich habe mich sehr darüber gefreut, die Geschichte rund um Macht, Intrigen und Abhängigkeiten in der Unternehmenswelt kennenlernen zu dürfen. Besonders spannend fand ich, wie sich aus dem zunächst technischen und geschäftlichen Umfeld nach und nach eine fesselnde Kriminalgeschichte entwickelt.
Die Bereitstellung des Rezensionsexemplars hatte selbstverständlich keinen Einfluss auf meine Bewertung. Meine Rezension gibt wie immer ausschließlich meine persönliche und unabhängige Meinung zum Buch wieder.
Vielen Dank an Ralph Peter für das Vertrauen und die Möglichkeit, „Falsches Spiel“ lesen und vorstellen zu dürfen.
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