Manche Bücher fühlen sich an, als hätte man sie schon lange gesucht, ohne es zu wissen. Der Fluch des Rosetta Stonevon Adrian Vogler gehört für mich genau in diese Kategorie. Nach der Lektüre bleibt vor allem eines hängen: Spannung, Atmosphäre und ein sehr klassischer Sherlock Holmes, der trotzdem nicht altbacken wirkt.
Ich vergebe für dieses Buch 9 von 10 Punkten – und das nicht ohne Grund.
🕵️♂️ Ein viktorianischer Sherlock, wie man ihn sich wünscht
Sherlock Holmes wird in dieser Geschichte bewusst klassisch und viktorianisch dargestellt. Keine moderne Neuinterpretation, kein Bruch mit der Figur, sondern genau der Holmes, den man aus den ursprünglichen Erzählungen kennt: scharfsinnig, distanziert, manchmal kühl – und doch voller innerer Dynamik.
Besonders gut gefällt mir, dass die Geschichte aus der Sicht von Dr. Watson erzählt wird. Dadurch entsteht nicht nur Nähe, sondern auch ein feines psychologisches Gespür für Sherlock selbst. Sehr gelungen ist dabei die Art, wie beschrieben wird, dass Watson Stimmungen und Gefühle allein aus Sherlocks Gesicht lesen kann. Diese kleinen Beobachtungen sagen oft mehr als lange Dialoge und verleihen der Beziehung der beiden eine besondere Tiefe.
🔍 Spannung mit Wendungen – ohne vorhersehbar zu sein
Die Handlung ist durchgehend spannend aufgebaut und schafft es immer wieder, Erwartungen zu unterlaufen. Es gibt einige gelungene Wendungen, die die Geschichte in neue Richtungen lenken, ohne konstruiert zu wirken. Genau das macht den Reiz aus: Man bleibt aufmerksam, rätselt mit – und liegt eben nicht ständig richtig.
Was mir dabei besonders gefallen hat:
- Die Geschichte verlässt sich nicht auf Action, sondern auf kluge Ermittlungsarbeit
- Hinweise werden sauber platziert, ohne zu offensichtlich zu sein
- Die Spannung entsteht durch Atmosphäre, nicht durch Hektik
📰 Zusätzliche Inhalte: The Strand Magazine & Ermittlungsakte
Ein schönes Extra des E-Books sind die zusätzlichen Inhalte, die über einen QR-Code abrufbar sind. Dazu gehören unter anderem:
- eine Zeitung namens „The Strand Magazine“, die auch innerhalb der Geschichte eine Rolle spielt
- sowie eine Ermittlungsakte, die das Geschehen weiter vertieft
Wichtig dabei:
👉 Diese Extras sind nicht notwendig, um die Geschichte zu lesen oder zu verstehen. Sie sind eine Ergänzung – kein Muss. Wer tiefer eintauchen möchte, bekommt hier zusätzlichen Kontext und Atmosphäre. Wer einfach nur die Geschichte genießen will, kann das völlig problemlos tun.
📌 Mein Fazit
Der Fluch des Rosetta Stone ist ein Buch für alle, die Sherlock Holmes in seiner klassischen Form schätzen, aber trotzdem Lust auf eine frische, spannende Geschichte haben. Die Erzählweise aus Watsons Sicht, die feinen emotionalen Beobachtungen und die unvorhersehbaren Wendungen machen das Buch für mich zu einer sehr runden Lektüre.
Ein starker Holmes-Roman mit Atmosphäre, Intelligenz und Liebe zum Detail – und genau deshalb eine klare Empfehlung von mir.
Ein herzliches Dankeschön an Adrian Vogler, der mir das Buch Der Fluch des Rosetta Stone inklusive aller dazugehörigen Inhalte zur Verfügung gestellt hat.
Interessiert euch das Buch? Dann schaut doch mal auf Amazon vorbei.*°
*Siehe Impressum/Datenschutz
° Der verlinkte Inhalt führt zu Teil 1 der Geschichte. Adrian Vogler hat seine Erzählung in insgesamt sieben Teilegegliedert.
Meine Rezension bezieht sich ausdrücklich auf das gesamte Werk.


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