Zum Inhalt springen

Apnoe – Wenn Isolation zur Gefahr wird

Es gibt Thriller, die dich sofort packen.
Und dann gibt es Bücher wie „Apnoe“ von Halvar Beck, die dich langsam in eine Situation hineinziehen, aus der es kein Entkommen mehr gibt.

Eine Insel.
Ein Wettbewerb.
Und plötzlich: eine Leiche im Meer.

Willkommen auf Tåkesund.

Eine Insel, die mehr verbirgt, als sie zeigt

Die Ausgangssituation ist genau das, was ich an Thrillern liebe:
abgeschieden, mysteriös und mit einem unterschwelligen Gefühl von „hier stimmt etwas nicht“.

Caroline Sund reist zu einem Schreibwettbewerb – eigentlich ein Traum.
Doch sehr schnell kippt die Stimmung.

Warum wurde sie überhaupt eingeladen?
Und was ist mit der Person passiert, die eigentlich teilnehmen sollte?

Diese Fragen begleiten einen von Anfang an und sorgen dafür, dass man ständig weiterliest.

Spannung durch Atmosphäre statt Daueraction

„Apnoe“ lebt nicht von Explosionen oder übertriebener Action.
Die Spannung entsteht durch das Setting.

Die Insel wird zum eigentlichen Hauptcharakter:
abgeschnitten von der Außenwelt, das Wetter verschlechtert sich, Misstrauen wächst.

Man spürt beim Lesen richtig, wie sich die Situation immer weiter zuspitzt.

Dieses Gefühl von Isolation ist unglaublich gut eingefangen.

Wenn Vertrauen zur Gefahr wird

Was mir besonders gefallen hat:
Das ständige Spiel mit Vertrauen.

Wer sagt die Wahrheit?
Wer hat etwas zu verbergen?
Und wem kann man überhaupt noch trauen?

Caroline steht genau zwischen diesen Fragen – und genau das macht die Geschichte so greifbar.

Gleichzeitig läuft im Hintergrund die polizeiliche Ermittlung, die dem Ganzen eine zweite spannende Ebene verleiht.

Kleine Schwächen im Spannungsbogen

So stark die Grundidee und das Setting sind, gab es für mich auch ein paar Punkte, die mich nicht komplett abgeholt haben.

Teilweise hätte ich mir noch mehr Tiefe bei den Figuren gewünscht.
Einige Entwicklungen wirkten etwas vorhersehbar oder hätten intensiver ausgearbeitet sein können.

Auch der Spannungsbogen hätte stellenweise noch etwas straffer sein dürfen.

Meine Bewertung: 7 von 10 Punkten

„Apnoe“ ist ein solider, atmosphärischer Thriller, der vor allem durch sein Setting überzeugt.

  • starke Insel-Atmosphäre
  • unterschwellige Spannung
  • interessantes Grundkonzept

Mit etwas mehr Tiefe und Feinschliff wäre hier noch mehr drin gewesen.

Fazit

„Apnoe“ ist kein lauter Thriller – und genau darin liegt seine Stärke.

Er setzt auf Isolation, Misstrauen und eine stetig wachsende Bedrohung, die sich langsam entfaltet.

Wer Geschichten liebt, in denen die Umgebung selbst zur Gefahr wird, wird hier definitiv fündig.

Ein spannender Insel-Thriller mit Gänsehaut-Atmosphäre – auch wenn er nicht ganz sein volles Potenzial ausschöpft.

Interessiert euch das Buch? Dann schaut doch mal auf Amazon vorbei.*

*Siehe Impressum/Datenschutz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Published inBlog - Meine Buchempfehlungen
[links]

Wir nutzen Cookies, um unsere Webseite nutzerfreundlicher zu gestalten. Einige Cookies bleiben auf Ihrem Endgerät gespeichert, bis Sie diese löschen. Sie ermöglichen es uns, Ihren Browser beim nächsten Besuch wiederzuerkennen. Wenn Sie dies nicht wünschen, so können Sie Ihren Browser so einrichten, dass er Sie über das Setzen von Cookies informiert und Sie dies nur im Einzelfall erlauben. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen