Zum Inhalt springen

Die Falschanklage: Die Peter Wheller Serie – Teil 2

Buch Die Falschanklage: die Peter Wheller Serie - Teil 2

Kapitel 1

Über 3 Jahre waren vergangen seit dem Tag, als Peter, Alegra, Joe und Frederik in Boston die Enlightenment ONE der Welt vorgestellt hatten. Eine Zeitmaschine, mit deren Hilfe man Verbrechen aufklären konnte, indem man eine fliegende Kamera, die technisch so gestaltet war, dass man sie nicht sehen konnte, in die Vergangenheit schickte. Damit wurde das Verbrechen aufgezeichnet und der Täter überführt. Das führt dazu, dass die Kriminalität im Land immer mehr und mehr abnahm.

Mit der Enlightenment TWO konnte man dann auch noch Verbrechen im Affekt verhindern und die Verbrechensrate bei Mord und anderen Schwerverbrechen sank auf 1%. 1% deswegen, weil man den Täter bis zur Tat nicht finden konnte.

Peter war wie jeden Morgen mit Lana, seiner Hündin, am Strand von Nauset Bay spazieren gegangen und hatte wieder eine tollen Sonnenaufgang erlebt. Lana war ein Mischling von einem Golden Retriever und einem Cocker Spaniel war mehrheitlich braun, aber hatte am Kopf und den Pfoten weiße Flecken. Ashly, Peters Frau, war gegen einen Hund gewesen, aber da Peter versprach, immer mit dem Hund spazieren zu gehen, willigte sie dann doch ein. Und mittlerweile hatte auch sie Lana liebgewonnen und ging oft mit Peter bei seinen Spaziergängen mit. Nur heute nicht, da sie schlecht geschlafen hatte und noch etwas länger im Bett bleiben wollte.

Zum Ärger von Peter hatte Lana einen toten Fischkadaver am Strand entdeckt und sich genüsslich darin gewälzt. Das bedeutete, dass, wenn er nach Hause kommt, der erste Weg mit Lana unter die Dusche war und nicht nur Lana dann nass sein würde, sondern auch er.

Jetzt betraten Peter und Lana die Terrasse seines Hauses und er wollte gerade die Schiebetür zum Wohnzimmer öffnen, als er plötzlich im Glas gespiegelt hinter sich einen Mann und eine Frau sah. Als er sich umdrehte, sah er auch noch zwei Polizisten in Uniform und mit Abzeichen vom Police Department Orleans etwas seitwärts stehen.

Der Mann im Anzug und mit Krawatte fragte: „Sind Sie Dr. Peter Wheller?“

„Wer möchte das wissen?“, fragte Peter, obwohl er sich bewusst war, dass es ein Detectiv war, der ihn da fragte.

„Detectiv Samuel Thompson, Sondereinheit für Morde im Affekt“, antwortete dieser und fragte nochmals: „Sind Sie Dr. Peter Wheller?“

„Ja, der bin ich.“

Inzwischen war Ashley, mit einer Tasse Kaffee in der Hand, an die Terrassentür gekommen und fragte: „Was ist hier los, Peter?“

„Ich weiß es nicht, aber ich werde es gleich erfahren.“, antwortete er.

„Dr. Peter Wheller, Sie sind verhaftet, wegen der Ermordung ihrer Frau in einem Monat.“, meinte Thompson, was bei Peter und Ashley im ersten Moment ein kurzes Lachen auslöste.

Als Thompson aber den beiden Polizisten in Uniform das Zeichen gab, Peter zu verhaften und Handschellen anzulegen, war den beiden nicht mehr zum Lachen zu Mute.

„Ruf Sullivan an und sag ihm Bescheid, dass ich ihn brauche!“, sprach Peter zu seiner Frau, während er sich umdrehen musste und ihm einer der Polizisten die Handschellen anlegte, so wie den wohlbekannten Satz sagte: „Sie haben das Recht zu schweigen. Alles, was Sie sagen, kann und wird vor Gericht gegen Sie verwendet werden. Sie haben das Recht, zu jeder Vernehmung einen Verteidiger hinzuzuziehen. Wenn Sie sich keinen Verteidiger leisten können, wird Ihnen einer gestellt. Verstehen Sie diese Rechte?“

„Ja, habe ich verstanden,“ entgegnete Peter, um gleich darauf zu Ashley nochmals zu sagen, „ja, ruf bitte Sullivan an, dass er kommen soll.“

„Mache ich Schatz.“, entgegnete Ashley und fragte Thompson: Wo bringen Sie meinen Mann hin?“

„Vorerst mal ins Police Department hier in Orleans, Mrs. Wheller. Aber Sie sollten Ihrem Mann nicht wirklich helfen, schließlich würde er Sie in einem Monat im Affekt töten.“, kam die etwas warnende Antwort.

Ashley schüttelte nur den Kopf und ging hinein ihr Smartphone holen, um damit Dr. Sullivan Roberts, ihrer beider Rechtsanwalt und guter Freund, anzurufen. Sie hatten Sullivan vor drei Jahren kennengelernt, als sie einen Anwalt für die Gründung ihrer Firma brauchten. Der Anwalt, den Peter zuvor hatte, war in Rente gegangen und deswegen brauchten sie einen neuen. Und in den 3 Jahren die Sullivan jetzt schon für sie als Anwalt tätig war, hatte sich eine Freundschaft entwickelt. So trafen sie sich mindestens einmal im Monat mit ihm und seiner Frau Elizabeth zum gemeinsamen Dinner in einem der besseren Restaurants in Boston. Während Ashley auf ihrem Smartphone die Nummer von Sullivan heraussuchte und anklickte, musste sie an das letzte gemeinsame Essen mit den beiden vor zwei Wochen denken. Sullivan hatte da die Äußerung gemacht, dass Peter ihm mit seiner Erfindung einen Großteil seiner Arbeit genommen hatte. 

Jetzt würde er auf jeden Fall Arbeit haben, ging ihr noch durch den Kopf, als sich Sullivan am Smartphone meldete.

Kapitel 2

Peter saß alleine bereits eine Stunde im Vernehmungsraum und wollte gerade nach jemanden rufen, als die Tür zum Zimmer aufging und Sullivan hereinkam. Dieser legte seine Aktentasche auf den Tisch vor Peter und sagte: „Es tut mir leid, dass du so lange warten musstest, aber der Verkehr von Boston hier raus nach Orleans war die Hölle.“

„Schon okay, ich dachte dass es die Absicht des Detectivs war, mich hier warten zu lassen.“, antwortete Peter.

„Macht die Polizei natürlich auch manchmal, um den Verdächtigen durch die gespiegelte Scheibe und die montierten Kameras im Raum zu sehen und zu beobachten, wie er reagiert. Aber diesmal war es meine Schuld. Nun gut, wir haben 5 Minuten für uns, dabei sind die Kameras ausgeschaltet und sie dürfen auch keine Audioaufnahme machen. Also sage mir die Wahrheit, damit ich dir helfen kann.“, meinte Sullivan.

„Das Einzige, was ich weiß, ist, dass sie mich wegen des Mordes an meiner Frau in einem Monat verhaftet haben.“, antwortete Peter.

„Was du? Wo du mit deiner Frau ein Herz und eine Seele bist.“, war die Reaktion mit einem Lächeln von Sullivan.

„Ja, Ashley und ich mussten zuerst auch lachen, aber dann haben sie mir die Handschellen angelegt und mich hier her hergebracht.“, erklärte Peter.

„Okay, also bevor ich jetzt die Detectivs hereinbitte, gibt es trotzdem, noch etwas, was du mir sagen musst?“, fragte Sullivan Peter Ernst.

„Nein wüsste nicht was, oder welche Beweise sie angeblich haben.“, konterte Peter.

„Gut, am besten du sagst die Wahrheit auf deren Fragen und die Entkräftung Ihrer Beweise erledige ich dann bei der Verhandlung.“, war der Rat von Sullivan.

„Was für Beweise, sie können ja keine haben?“, antwortete Peter.

„Wenn sie dich verhaften, dann müssen sie schon was haben. Aber egal, ich hole mal die beiden rein.“, entgegnete Sullivan.

Kapitel 3

Jetzt sassen Peter und Sullivan auf der einen Seite des Vernehmungstisches und auf der anderen Seite die beiden Detectivs. Auf dem Tisch befand sich auch noch ein Audioaufnahmegerät.

Thompson drückte den Aufnahmeknopf und begann: „Ich weise Sie darauf hin, dass die Vernehmung mittels Video,“ dabei zeigte er auf die Kamera, die in der rechten oberen Ecke des Raumes hinter ihm montiert war, „und Audio aufgenommen wird. Haben Sie das verstanden, Dr. Peter Wheller?“

Peter schaute fragend zu Sullivan, der mit dem Kopf nickte, und äußerte dann: „Ja, habe ich verstanden.“

„Für‘s Protokoll, hiermit beginnt die Vernehmung von Dr. Peter Wheller. Es ist der 28. Januar 2027. Die Uhrzeit ist 2 Uhr 23 PM. Anwesend sind Dr. Peter Wheller und sein Anwalt..,“ da Thompson Sullivan fragend anschaute, holte dieser aus seiner Sakkoinnentasche eine Visitenkarte heraus und schob sie zu Thompson. Der nahm sie in die Hand und fing an, sie abzulesen: „Dr. Sullivan Roberts. Die Vernehmung führen Detectiv Samuel Thompson und Detectiv Susan Turner durch.“

Da Thompson eine Pause machte, fragte Sullivan: „Was werfen Sie meinen Mandaten genau vor und welche Beweise haben Sie dafür?“

„Wenn Sie schon fragen,“… Thompson zog zwei auf A4 ausgedruckte Bilder aus einer Mappe, die vor ihm lag, und legte sie so hin, dass Peter und Sullivan die Bilder sehen konnten. „Was sagen Sie, Dr. Wheller, wer ist diese Frau auf den beiden Fotos?“

Die Bilder zeigten Peter mit einer blonden Frau. Das eine Mal vor einem feinen Restaurant mit Namen „Beaulieu“ und das andere Mal vor einer Hotelzimmer- oder Wohnungstür, auf der die Nummer 119 stand. Auf beiden Bildern sah man, dass Sie sich unterhielten, aber da die Bilder seitlich von schräg oben und einer gewissen Entfernung gemacht waren, konnte man nicht die Stimmung in den Gesichtern der beiden erkennen. Schon gar nicht von der Frau, denn diese war beide Male etwas weggewandt.

„Keine Ahnung.“, war die Antwort von Peter.

„Von wann sollen die Aufnahmen sein?“, fragte Sullivan gleich darauf.

„Das sind Aufnahmen von vor 2 Wochen, laut Angaben im mitgeschickten Protokoll. Und zwar genauer gesagt…,“ Thompson holte ein beschriebenes Blatt Papier aus der Mappe, suchte und las dann vor: „Vom 12. Januar. Das Bild vor dem Restaurant um 1 Uhr 32 PM und das Bild vor der Hotelzimmer- oder Wohnungstür um 2 Uhr 13 PM. Waren Sie an diesem Tag in Boston?“

„Der 12. Januar? Lassen Sie mich nachdenken.“, sagte Peter und legte seine Stirn in Falten.

„Der 12. Januar war ein Dienstag, vielleicht hilft Ihnen das.“, ergänzte Thompson, die Angaben.

Peter räusperte sich und gab dann zu: „Ja am 12. war ich in Boston. Es ist mir gerade wieder eingefallen, dass ich da meine monatliche Lesung an der Universität hatte. Die war von 10 Uhr 20 AM, bis 11 Uhr 10 AM. Dann bin ich zum Bahnhof, habe aber leider den Zug um 11 Uhr 50 AM versäumt, also musste ich bis um 2 Uhr 40 PM auf den nächsten warten.“

„Was haben Sie in der Zwischenzeit gemacht? Haben Sie sich da mit dieser Frau am Foto getroffen?“, fragte Thompson mit einem strengen Ton nach.

… mehr dann im Buch

Wir nutzen Cookies, um unsere Webseite nutzerfreundlicher zu gestalten. Einige Cookies bleiben auf Ihrem Endgerät gespeichert, bis Sie diese löschen. Sie ermöglichen es uns, Ihren Browser beim nächsten Besuch wiederzuerkennen. Wenn Sie dies nicht wünschen, so können Sie Ihren Browser so einrichten, dass er Sie über das Setzen von Cookies informiert und Sie dies nur im Einzelfall erlauben. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen